Gehege und Anlagen (Beispiele)

Greife und Eulen

Eulenburg im Zoo Basel, Aufnahme aus dem Jahr 1920 Eulenburg im Zoo Basel, Aufnahme aus dem Jahr 1920
Postkarte

Obwohl ein satter Adler oder Geier kaum fliegt sondern oft tagelang herumsitzt, hat man den Taggreifen im Zoo in aller Regel größere Volieren zugestanden als den Eulen, die nachts jagen und tagsüber ruhig in einer Höhle oder an einem Baumstamm sitzen. Eulen wurden in kleinen, oft feuchten Behältnissen untergebracht, wie etwa der Eulenburg im Zoo Basel aus dem Jahr 1874. Dies hat natürlich geändert. Soweit es Eulenburgen noch gibt, wurde der Bestand reduziert und Kleingehege zu größere Volieren zusammengefasst. Geier wurden früher bisweilen kupiert auf Fresichtanlagen gehalten. Das Flugunfähigmachen von Greifvögeln wird heute nicht mehr praktiziert, aber manchen alten Vögel sitzen heute noch als Fußgänger herum, z.B. im Zoo Mülhausen im Elsass. Neue Eulenanlagen sind zumeist großzügig, oft als begehbare Gehege konzipiert. In entsprechend dimensionierten und ausgestatteten Volieren können Geier mit Säugetieren, wie Steinböcken, Schneehasen oder Murmeltieren vergesellschaftet werden, Bartkäuze und kleinere Eulen mit nicht zu kleinen Vögeln, Schneeeulen mit Polarfüchsen, Kanincheneulen mit Viscachas oder Präriehunden.

Anlagen:

Lebensräume:

Flora:

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Bartgeier im Alpenzoo Innsbruck © Alpenzoo

Bartgeiervoliere im Alpenzoo Innsbruck

Eröffnet 2007 als Ersatz für die aus den Gründerjahren stammende alte Bartgeiervoliere, in der seit 1973 regelmäßig Jungvögel aufgewachsen waren, 30 m lang, 12 m hoch, mit gitterlosen Einblicken für die Besucher.

Gemeinschaftshaltung von Bartgeier (Gypaetus barbatus), Alpenschneehase (Lepus timidus), Alpenmurmeltier (Marmota marmota), Steinhuhn (Alectoris graeca), Alpenkrähe (Pyrrhocorax pyrrhocorax) und weiteren Vögeln

PD/28.11.2010: 20.07.2022

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Bartgeier am Horst im Natur und Tierpark Goldau © NTP Goldau

Bartgeiervoliere im Natur- und Tierpark Goldau

Eröffnung 1995, Renovierung und Vergrößerung 2014/15, Ersatz des Nylon- durch ein Stahlnetz, Zugänge für Besucher an zwei Stellen. Umbaukosten 1'317'000 CHF. Fläche Schauvoliere ca. 800 m², 7 m hoch, Volumen ca. 5.200 m³. Informationszentrum für die Besucher 36 m² mit Einblick ins Nest mittels Monitor. Hinter den Kulissen dreiteilige Zuchtvoliere mit 560 m² Grundfläche.

Bartgeier (Gypaetus barbatus), vergesellschaftet mit Alpenschneehase (Lepus timidus) und  Steinhuhn (Alectoris graeca)

Für technische Informationen siehe ZOOLEX Gallery

PD/26.11.2010; 20.07.2022

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Schnee-Eule, Eulenschlucht im Natur und Tierpark Goldau © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Eulenschlucht im Natur- und Tierpark Goldau

Die 2001 eröffnete, aus drei Teilen, davon zwei begehbaren, bestehende Voliere mit ca. 600 m² Grundfläche wurde 2020 abgerissen. Der Neubau konnte im Februar 2022 eröffnet werden. Die neue Voliere wurde so gebaut, dass sie die grossen Kräfte von Schneelasten und starken Stürmen aushält. Das 2’900 m2 große, von Hand geknüpfte Chromstahlnetz wird von 25 bis 18 m hohen Stützen getragen. Die Voliere ist unterteilt in vier Abteile, wovon drei für die Besucher begehbar sind: eines für Kolkraben, eines für Uhus, eines für Bartkauz, Waldohreule, Schleiereule und Waldkauz sowie eines für den Habichtskauz. Die Baukosten beliefen sich auf ca. 3 Millionen CHF.

Uhu (Bubo bubo), Schneeeule (Nyctea (= Bubo) scandiaca), Bartkauz (Strix nebulosa), Waldkauz (Strix aluco), Habichtskauz (Strix uralensis), Waldohreule (Asio otus), Schleiereule (Tyto alba), Kolkrabe (Corvus corax).

Internetquellen:

PD/26.10.2010; 20.07.2022

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Das Eulenkloster im Kölner Zoo © Peter Dollinger,Zoo Office Bern

Das Eulenkloster im Kölner Zoo

Eröffnung 1997, vierteilige Voliere über 300 m² Gesamtfläche, Grundfläche der einzelnen Volieren 12, 30, 95 und 170 m², Höhe 3-7 m, Abgrenzung zu den Besuchern durch Gitter oder Glas bzw offen mit 70 cm hoher Brüstung.

Schwarzstorch (Ciconia nigra), Waldrapp (Geronticus eremita), Schleiereule (Tyto alba), Waldohreule (Asio otus), Uhu (Bubo bubo), Waldkauz (Strix aluco), Bartkauz (Strix nebulosa), Sperbereule (Surnia ulula),

Literatur:

PD/14.12.2010; 20.07.2022

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Gelesen 865 mal Letzte Änderung am Freitag, 22 Juli 2022 16:37
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx